


01 Haltung
Die Rinder leben in offenen Ställen mit Schutz- und Liegeflächen und verbringen je nach Jahreszeit den Tag auf der Weide. Vor der Schlachtung kommen sie in einen ruhigeren Stall, um auf den Transport vorbereitet zu werden, abgeschirmt von den anderen Tieren. Ziel ist eine möglichst stressarme Führung, da Unruhe Wohlbefinden und Fleischqualität beeinträchtigt.


02 Transport
Die Rinder leben in offenen Ställen mit Schutz- und Liegeflächen und verbringen je nach Jahreszeit den Tag auf der Weide. Vor der Schlachtung kommen sie in einen ruhigeren Stall, um auf den Transport vorbereitet zu werden, abgeschirmt von den anderen Tieren. Ziel ist eine möglichst stressarme Führung, da Unruhe Wohlbefinden und Fleischqualität beeinträchtigt.

03 Bolzenschuss
Beim Eintreffen am Schlachtbetrieb bleibt das Rind zunächst im Hänger, wo in fixierter Position der Bolzenschuss erfolgt. Er soll das Tier sofort bewusstlos machen und jedes Schmerz- oder Bewusstseinserleben ausschließen. Das Gerät wird präzise am Kopf angesetzt, um zentrale Hirnregionen zu schädigen. Eine falsche Platzierung kann unvollständige Betäubung und Leid verursachen.

04 Kehle durch
Das Durchtrennen der großen Blutgefäße im Hals sorgt nach der Betäubung für eine schnelle Entblutung und den Tod des Tieres. Der Stich erfolgt unmittelbar, damit kein Bewusstsein zurückkehrt. Muskelzuckungen in dieser Phase entstehen durch Restnervenimpulse.

05 Ausbluten
Der betäubte, entblutete Körper wird an den Hinterbeinen aufgehängt, damit die Schwerkraft den Blutabfluss unterstützt. Entscheidend ist, dass das Tier dabei sicher bewusstlos ist.

10:33 Uhr
06 Kopf ab
Nach der Entblutung wird der Kopf abgetrennt, um Organe wie Zunge oder Lymphknoten zu entnehmen. Verwertbare Teile werden separiert, andere als Nebenprodukte behandelt.

10:35 Uhr
07 Häuten
Beim Häuten wird die Haut vom Muskelgewebe gelöst. Saubere Werkzeuge und die Trennung von reinen und unreinen Bereichen verhindern Verunreinigungen des Lebensmittels.

10:45 Uhr
08 Beine ab
Das Entfernen der unteren Gliedmaßen verhindert, dass Stall- oder Bodenschmutz in den sauberen Bereich gelangt. Klauen oder Hufe werden an definierten Gelenken abgetrennt und je nach Verwertbarkeit weiterbehandelt.

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09 Innereien
Zu den Innereien gehören essbare Organe wie Herz, Leber und Nieren. Nach dem Entnehmen werden sie getrennt gekühlt, da sie empfindlicher sind und eine kürzere Haltbarkeit haben als Muskelfleisch.
10 Gedärme
Die Gedärme werden vorsichtig entfernt, um eine Verschmutzung essbarer Teile zu vermeiden. Rinder besitzen vier Mägen, geeignete Därme werden gereinigt und zu Wursthüllen verarbeitet, andere als Nebenprodukte entsorgt.


11 Spalten
Beim Spalten wird der Körper entlang der Wirbelsäule in zwei Hälften geteilt. Das erleichtert die Kühlung, Untersuchung und spätere Zerlegung.


ca. drei Wochen
12 Lagerung
Die Fleischhälften werden in Kühlräumen gelagert, um Keimwachstum zu hemmen und Qualität zu sichern. Kontrollierte Temperatur und Luftfeuchte verhindern die Austrocknung. Rindfleisch reift dabei meist drei Wochen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

danach
13 Weiter
verarbeiten
In der Weiterverarbeitung werden die gekühlten Teilstücke, unter Einhaltung strenger Hygienestandards, zu Produkten wie Steaks oder Wurstwaren verarbeitet.

14 Theke
An der Theke oder im Kühlregal begegnet der Verbraucher fertig verpackten Fleisch- und Wurstwaren. Angaben zu Herkunft, Tierart und Haltbarkeit sind vorgeschrieben. Der lange Weg vom lebenden Tier bis zum Produkt bleibt dabei meist unsichtbar. Die Distanz zwischen Tier und Lebensmittel erleichtert es, den Ursprung und das damit verbundene Leid auszublenden.
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industrielle Massentierhaltung
