Dazwischen.

Das Tier im Produkt

Fleisch liegt für den Normalverbraucher fertig zugeschnitten in der Theke. Der lange Weg dorthin bleibt für die meisten Konsumenten unsichtbar. Unser Projekt rückt diesen Weg in den Fokus: vom lebenden Rind auf der Weide über Transport, Betäubung und Schlachtung bis hin zum anonymen Produkt im Kühlregal. In sachlich beschriebenen, zeitlich strukturierten Stationen verfolgen wir, wie aus einem Tier ein Lebensmittel wird, ohne den Prozess zu dramatisieren oder zu verharmlosen. Die nüchterne Sprache lässt Raum für eigene Emotionen und Fragen: Wie viel Nähe zum Tier und wie viel Distanz zum Produkt wollen wir aushalten? Das Projekt lädt dazu ein, den Blick nicht abzuwenden und die Selbstverständlichkeit von Fleisch neu zu hinterfragen.

Kuh
Kuh angestrahlt
Rind in einem Stall. Es steckt seinen Kopf durch ein Gitter und schaut raus.

01 Haltung

Die Rinder leben in offenen Ställen mit Schutz- und Liegeflächen und verbringen je nach Jahreszeit den Tag auf der Weide. Vor der Schlachtung kommen sie in einen ruhigeren Stall, um auf den Transport vorbereitet zu werden, abgeschirmt von den anderen Tieren. Ziel ist eine möglichst stressarme Führung, da Unruhe Wohlbefinden und Fleischqualität beeinträchtigt.

Kuh

02 Transport

Die Rinder leben in offenen Ställen mit Schutz- und Liegeflächen und verbringen je nach Jahreszeit den Tag auf der Weide. Vor der Schlachtung kommen sie in einen ruhigeren Stall, um auf den Transport vorbereitet zu werden, abgeschirmt von den anderen Tieren. Ziel ist eine möglichst stressarme Führung, da Unruhe Wohlbefinden und Fleischqualität beeinträchtigt.

Bolzenschuss

03 Bolzenschuss

Beim Eintreffen am Schlachtbetrieb bleibt das Rind zunächst im Hänger, wo in fixierter Position der Bolzenschuss erfolgt. Er soll das Tier sofort bewusstlos machen und jedes Schmerz- oder Bewusstseinserleben ausschließen. Das Gerät wird präzise am Kopf angesetzt, um zentrale Hirnregionen zu schädigen. Eine falsche Platzierung kann unvollständige Betäubung und Leid verursachen.

Totes Rind

04 Kehle durch

Das Durchtrennen der großen Blutgefäße im Hals sorgt nach der Betäubung für eine schnelle Entblutung und den Tod des Tieres. Der Stich erfolgt unmittelbar, damit kein Bewusstsein zurückkehrt. Muskelzuckungen in dieser Phase entstehen durch Restnervenimpulse.

Ausbluten

05 Ausbluten

Der betäubte, entblutete Körper wird an den Hinterbeinen aufgehängt, damit die Schwerkraft den Blutabfluss unterstützt. Entscheidend ist, dass das Tier dabei sicher bewusstlos ist.

abgetrennter Kopf

10:33 Uhr

06 Kopf ab

Nach der Entblutung wird der Kopf abgetrennt, um Organe wie Zunge oder Lymphknoten zu entnehmen. Verwertbare Teile werden separiert, andere als Nebenprodukte behandelt.

Häuten

10:35 Uhr

07 Häuten

Beim Häuten wird die Haut vom Muskelgewebe gelöst. Saubere Werkzeuge und die Trennung von reinen und unreinen Bereichen verhindern Verunreinigungen des Lebensmittels.

abgetrennte Beine

10:45 Uhr

08 Beine ab

Das Entfernen der unteren Gliedmaßen verhindert, dass Stall- oder Bodenschmutz in den sauberen Bereich gelangt. Klauen oder Hufe werden an definierten Gelenken abgetrennt und je nach Verwertbarkeit weiterbehandelt.

Innereien an einer Wand hängend

01

09

03

07

10

02

06

04

05

08

09 Innereien

Zu den Innereien gehören essbare Organe wie Herz, Leber und Nieren. Nach dem Entnehmen werden sie getrennt gekühlt, da sie empfindlicher sind und eine kürzere Haltbarkeit haben als Muskelfleisch.

10 Gedärme

Die Gedärme werden vorsichtig entfernt, um eine Verschmutzung essbarer Teile zu vermeiden. Rinder besitzen vier Mägen, geeignete Därme werden gereinigt und zu Wursthüllen verarbeitet, andere als Nebenprodukte entsorgt.

Entfernen der Gedärme
Därme

11 Spalten

Beim Spalten wird der Körper entlang der Wirbelsäule in zwei Hälften geteilt. Das erleichtert die Kühlung, Untersuchung und spätere Zerlegung.

 

 

 

 

 

 

 

Spalten
Lagerung

ca. drei Wochen

12 Lagerung

Die Fleischhälften werden in Kühlräumen gelagert, um Keimwachstum zu hemmen und Qualität zu sichern. Kontrollierte Temperatur und Luftfeuchte verhindern die Austrocknung. Rindfleisch reift dabei meist drei Wochen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Weiterverarbeiten

danach

13 Weiter

verarbeiten

In der Weiterverarbeitung werden die gekühlten Teilstücke, unter Einhaltung strenger Hygienestandards, zu Produkten wie Steaks oder Wurstwaren verarbeitet.

Theke

14 Theke

An der Theke oder im Kühlregal begegnet der Verbraucher fertig verpackten Fleisch- und Wurstwaren. Angaben zu Herkunft, Tierart und Haltbarkeit sind vorgeschrieben. Der lange Weg vom lebenden Tier bis zum Produkt bleibt dabei meist unsichtbar. Die Distanz zwischen Tier und Lebensmittel erleichtert es, den Ursprung und das damit verbundene Leid auszublenden.

>

industrielle Massentierhaltung

Dazwischen.

Das Tier im Produkt

Fleisch liegt für den Normalverbraucher fertig zugeschnitten in der Theke. Der lange Weg dorthin bleibt für die meisten Konsumenten unsichtbar. Unser Projekt rückt diesen Weg in den Fokus: vom lebenden Rind auf der Weide über Transport, Betäubung und Schlachtung bis hin zum anonymen Produkt im Kühlregal. In sachlich beschriebenen, zeitlich strukturierten Stationen verfolgen wir, wie aus einem Tier ein Lebensmittel wird, ohne den Prozess zu dramatisieren oder zu verharmlosen. Die nüchterne Sprache lässt Raum für eigene Emotionen und Fragen: Wie viel Nähe zum Tier und wie viel Distanz zum Produkt wollen wir aushalten? Das Projekt lädt dazu ein, den Blick nicht abzuwenden und die Selbstverständlichkeit von Fleisch neu zu hinterfragen.

Kuh
Kuh angestrahlt
Rind in einem Stall, dass aus dem Gitter rausschaut

01 Haltung

Die Rinder leben in offenen Ställen mit Schutz- und Liegeflächen und verbringen je nach Jahreszeit den Tag auf der Weide. Vor der Schlachtung kommen sie in einen ruhigeren Stall, um auf den Transport vorbereitet zu werden, abgeschirmt von den anderen Tieren. Ziel ist eine möglichst stressarme Führung, da Unruhe Wohlbefinden und Fleischqualität be-einträchtigt.

Kuh

02 Transport

Nach der tierärztlichen Freigabe wird das Rind verladen und fixiert, um Stress und Verletzungen zu vermeiden. Die Fahrt zum Schlachtbetrieb sollte kurz sein, da Geräusche und Bewegungen zusätzlich belasten.

Bolzenschuss

03 Bolzen

schuss

Beim Eintreffen am Schlachtbetrieb bleibt das Rind zunächst im Hänger, wo in fixierter Position der Bolzenschuss erfolgt. Er soll das Tier sofort bewusstlos machen und jedes Schmerz- oder Bewusstseinserleben ausschließen. Das Gerät wird präzise am Kopf angesetzt, um zentrale Hirnregionen zu schädigen. Eine falsche Platzierung kann unvollständige Betäubung und Leid verursachen.

Das Bild zeigt ein Rind, das auf dem Boden liegt und dem die Kehle durchgeschnitten wurde

04 Kehle durch

Das Durchtrennen der großen Blutgefäße im Hals sorgt nach der Betäubung für eine schnelle Entblutung und den Tod des Tieres. Der Stich erfolgt unmittelbar, damit kein Bewusstsein zurückkehrt. Muskelzuckungen in dieser Phase entstehen durch Restnervenimpulse.

Ausbluten

05 Ausbluten

Der betäubte, entblutete Körper wird an den Hinterbeinen aufgehängt, damit die Schwerkraft den Blutabfluss unterstützt. Entscheidend ist, dass das Tier dabei sicher bewusstlos ist.

abgetrennter Kopf

10:33 Uhr

06 Kopf ab

Nach der Entblutung wird der Kopf abgetrennt, um Organe wie Zunge oder Lymphknoten zu entnehmen. Verwertbare Teile werden separiert, andere als Nebenprodukte behandelt.

Häuten

10:35 Uhr

07 Häuten

Beim Häuten wird die Haut vom Muskelgewebe gelöst. Saubere Werkzeuge und die Trennung von reinen und unreinen Bereichen verhindern Verunreinigungen des Lebensmittels.

abgetrennte Beine

10:45 Uhr

08 Beine ab

Das Entfernen der unteren Gliedmaßen verhindert, dass Stall- oder Bodenschmutz in den sauberen Bereich gelangt. Klauen oder Hufe werden an definierten Gelenken abgetrennt und je nach Verwertbarkeit weiterbehandelt.

Innereien an einer Wand hängend

01

09

03

07

10

02

06

04

05

08

09 Innereien

Zu den Innereien gehören essbare Organe wie Herz, Leber und Nieren. Nach dem Entnehmen werden sie getrennt gekühlt, da sie empfindlicher sind und eine kürzere Haltbarkeit haben als Muskelfleisch.

Entfernen der Gedärme
Därme

10 Gedärme

Die Gedärme werden vorsichtig entfernt, um eine Verschmutzung essbarer Teile zu vermeiden. Rinder besitzen vier Mägen, geeignete Därme werden gereinigt und zu Wursthüllen verarbeitet, andere als Nebenprodukte entsorgt.

Spalten

11 Spalten

Beim Spalten wird der Körper entlang der Wirbelsäule in zwei Hälften geteilt. Das erleichtert die Kühlung, Untersuchung und spätere Zerlegung.

 

 

 

 

 

 

 

Lagerung

ca. drei Wochen

12 Lagerung

Die Fleischhälften werden in Kühlräumen gelagert, um Keimwachstum zu hemmen und Qualität zu sichern. Kontrollierte Temperatur und Luftfeuchte verhindern die Austrocknung. Rindfleisch reift dabei meist drei Wochen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Weiterverarbeiten

danach

13 Weiter

verarbeiten

In der Weiterverarbeitung werden die gekühlten Teilstücke, unter Einhaltung strenger Hygienestandards, zu Produkten wie Steaks oder Wurstwaren verarbeitet.

Theke

14 Theke

An der Theke oder im Kühlregal begegnet der Verbraucher fertig verpackten Fleisch- und Wurstwaren. Angaben zu Herkunft, Tierart und Haltbarkeit sind vorgeschrieben. Der lange Weg vom lebenden Tier bis zum Produkt bleibt dabei meist unsichtbar. Die Distanz zwischen Tier und Lebensmittel erleichtert es, den Ursprung und das damit verbundene Leid auszublenden.

>

industrielle Massentierhaltung

Dazwischen.

Das Tier im Produkt

Fleisch liegt für den Normalverbraucher fertig zugeschnitten in der Theke. Der lange Weg dorthin bleibt für die meisten Konsumenten unsichtbar. Unser Projekt rückt diesen Weg in den Fokus: vom lebenden Rind auf der Weide über Transport, Betäubung und Schlachtung bis hin zum anonymen Produkt im Kühlregal. In sachlich beschriebenen, zeitlich strukturierten Stationen verfolgen wir, wie aus einem Tier ein Lebensmittel wird, ohne den Prozess zu dramatisieren oder zu verharmlosen. Die nüchterne Sprache lässt Raum für eigene Emotionen und Fragen: Wie viel Nähe zum Tier und wie viel Distanz zum Produkt wollen wir aushalten? Das Projekt lädt dazu ein, den Blick nicht abzuwenden und die Selbstverständlichkeit von Fleisch neu zu hinterfragen.

Kuh
Kuh angestrahlt
Rind in Stall, das aus dem Gitter rausschaut

01 Haltung

Die Rinder leben in offenen Ställen mit Schutz- und Liegeflächen und verbringen je nach Jahreszeit den Tag auf der Weide. Vor der Schlachtung kommen sie in einen ruhigeren Stall, um auf den Transport vorbereitet zu werden, abgeschirmt von den anderen Tieren. Ziel ist eine möglichst stressarme Führung, da Unruhe Wohlbefinden und Fleischqualität beeinträchtigt.

02 Transport

Die Rinder leben in offenen Ställen mit Schutz- und Liegeflächen und verbringen je nach Jahreszeit den Tag auf der Weide. Vor der Schlachtung kommen sie in einen ruhigeren Stall, um auf den Transport vorbereitet zu werden, abgeschirmt von den anderen Tieren. Ziel ist eine möglichst stressarme Führung, da Unruhe Wohlbefinden und Fleischqualität beeinträchtigt.

Kuh
Bolzenschuss

03 Bolzenschuss

Beim Eintreffen am Schlachtbetrieb bleibt das Rind zunächst im Hänger, wo in fixierter Position der Bolzenschuss erfolgt. Er soll das Tier sofort bewusstlos machen und jedes Schmerz- oder Bewusstseinserleben ausschließen. Das Gerät wird präzise am Kopf angesetzt, um zentrale Hirnregionen zu schädigen. Eine falsche Platzierung kann unvollständige Betäubung und Leid verursachen.

Bild Kehle durch

04 Kehle durch

Das Durchtrennen der großen Blutgefäße im Hals sorgt nach der Betäubung für eine schnelle Entblutung und den Tod des Tieres. Der Stich erfolgt unmittelbar, damit kein Bewusstsein zurückkehrt. Muskelzuckungen in dieser Phase entstehen durch Restnervenimpulse.

Ausbluten

05 Ausbluten

Der betäubte, entblutete Körper wird an den Hinterbeinen aufgehängt, damit die Schwerkraft den Blutabfluss unterstützt. Entscheidend ist, dass das Tier dabei sicher bewusstlos ist.

abgetrennter Kopf

10:33 Uhr

06 Kopf ab

Nach der Entblutung wird der Kopf abgetrennt, um Organe wie Zunge oder Lymphknoten zu entnehmen. Verwertbare Teile werden separiert, andere als Nebenprodukte behandelt.

Häuten

10:35 Uhr

07 Häuten

Beim Häuten wird die Haut vom Muskelgewebe gelöst. Saubere Werkzeuge und die Trennung von reinen und unreinen Bereichen verhindern Verunreinigungen des Lebensmittels.

abgetrennte Beine

10:45 Uhr

08 Beine ab

Das Entfernen der unteren Gliedmaßen verhindert, dass Stall- oder Bodenschmutz in den sauberen Bereich gelangt. Klauen oder Hufe werden an definierten Gelenken abgetrennt und je nach Verwertbarkeit weiterbehandelt.

Innereien an einer Wand hängend

01

09

03

07

10

02

06

04

05

08

09 Innereien

Zu den Innereien gehören essbare Organe wie Herz, Leber und Nieren. Nach dem Entnehmen werden sie getrennt gekühlt, da sie empfindlicher sind und eine kürzere Haltbarkeit haben als Muskelfleisch.

Entfernen der Gedärme
Därme

10 Gedärme

Die Gedärme werden vorsichtig entfernt, um eine Verschmutzung essbarer Teile zu vermeiden. Rinder besitzen vier Mägen, geeignete Därme werden gereinigt und zu Wursthüllen verarbeitet, andere als Nebenprodukte entsorgt.

Spalten

11 Spalten

Beim Spalten wird der Körper entlang der Wirbelsäule in zwei Hälften geteilt. Das erleichtert die Kühlung, Untersuchung und spätere Zerlegung.

 

 

 

 

 

 

 

Lagerung

ca. drei Wochen

12 Lagerung

Die Fleischhälften werden in Kühlräumen gelagert, um Keimwachstum zu hemmen und Qualität zu sichern. Kontrollierte Temperatur und Luftfeuchte verhindern die Austrocknung. Rindfleisch reift dabei meist drei Wochen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Weiterverarbeiten

danach

13 Weiter

verarbeiten

In der Weiterverarbeitung werden die gekühlten Teilstücke, unter Einhaltung strenger Hygienestandards, zu Produkten wie Steaks oder Wurstwaren verarbeitet.

Theke

14 Theke

An der Theke oder im Kühlregal begegnet der Verbraucher fertig verpackten Fleisch- und Wurstwaren. Angaben zu Herkunft, Tierart und Haltbarkeit sind vorgeschrieben. Der lange Weg vom lebenden Tier bis zum Produkt bleibt dabei meist unsichtbar. Die Distanz zwischen Tier und Lebensmittel erleichtert es, den Ursprung und das damit verbundene Leid auszublenden.

>

industrielle Massentierhaltung